Grundsätzlich kann sich jeder gesunde Mensch im Alter zwischen 18 und 55 Jahren als Spender registrieren lassen. Die Risiken sind dabei vergleichsweise gering. Lesen Sie hier die Details.
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Nur fünf Milliliter Blut reichen für die Typisierung aus. Bei 40
bis 80 Prozent der Patienten, die eine Knochenmarkspende bekommen,
verläuft die Behandlung erfolgreich. Um Spender zu werden, müssen
Gewebemerkmale von Patient und Spender nahezu hundertprozentig
übereinstimmen. Die Chance dafür liegt im günstigsten Fall bei
1:20.000, im schlechtesten Fall jedoch bei 1:1.000.000.
Registrieren lassen kann man sich bei verschiedenen Stellen. Die
Typisierungsaktionen für Maxi übernimmt das Norddeutsche
Knochenmark- und Stammzellenspenderregister (NKR). Die Deutsche
Knochenmarkspenderdatei (DKMS) ist mit rund 1,7 Millionen
potenziellen Spendern die weltweit größte
Stammzellspenderdatei.
Nach der Registrierung wird das Spenderblut in einem Speziallabor
auf mindestens vier von sechs Gewebemerkmalen untersucht. Mit
diesen Daten wird der Spender, zusammen mit der Spendernummer, in
anonymer Form bei im Zentralen Knochenmarkspender-Register
Deutschland (ZKRD) in Ulm erfasst. Dort stehen sie für
Patientenanfragen aus der ganzen Welt zur Verfügung.
Die Stammzellenspende
Es gibt zwei Methoden der Stammzellspende: Die periphere
Stammzellentnahme und die Knochenmarkentnahme.
- Stammzellspende: Dem Spender wird über fünf Tage hinweg ein körpereigener hormonähnlicher Stoff (Wachstumsfaktor G-CSF) verabreicht. Dieses Medikament bewirkt, dass sich vermehrt Stammzellen im fließenden Blut befinden. Diese können dann ambulant aus dem Blut gesammelt werden. Während der Einnahme des Medikamentes können grippeähnliche Symptome auftreten. Nach dem heutigen Stand ist das Risiko von Langzeitnebenwirkungen gering.
- Knochenmarkentnahme: Dem Spender wird unter Vollnarkose aus dem Beckenkamm (nicht aus dem Rückenmark) circa ein Liter Knochenmark-Blut-Gemisch (entspricht fünf Prozent des Gesamtvolumens) entnommen. Das entnommene Knochenmark bildet sich im Körper innerhalb von zwei Wochen wieder vollständig nach. Insgesamt verbleibt der Spender zwei bis drei Tage im Krankenhaus. Das Risiko bei dieser Methode beschränkt sich im Wesentlichen auf das übliche Narkoserisiko.
Übertragung über das Blut
Die entnommenen Stammzellen des Spenders werden ähnlich wie bei einer Bluttransfusion intravenös übertragen. Die transplantierten Stammzellen werden durch den Blutstrom im Körper verteilt und nisten sich von selbst in den Knochenmarkhohlräumen des Patienten ein. Dort beginnen sie, neue, gesunde Blutzellen zu bilden.
Stichwort: Leukämie
Leukämie - oder auch Blutkrebs genannt - ist eine bösartige
Erkrankung der weißen Blutkörperchen, die für die Infektabwehr im
Körper zuständig sind. Die Krankheit entsteht im Knochenmark und
führt zu einer explosionsartigen Vermehrung dieser Zellen.
Erste Anzeichen sind Infektanfälligkeit, Abgeschlagenheit und
Neigung zu Blutergüssen. Ohne medizinische Behandlung führt eine
Leukämie immer zum Tode. Häufig gelingt es zwar, Patienten durch
eine Chemo- bzw. Strahlentherapie zu retten. Doch nicht immer. In
solchen Fällen ist die Übertragung von gesunden Stammzellen die
letzte Chance, das Leben des Patienten zu retten.










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